Kodierempfehlung Nr. 159

Schlagwort: Vorhofseptumdefekt, Foramen ovale, Neugeborene
Erstellt: 2007-06-26
Aktualisiert: 2019-01-01
DRG:
ICD: Q21.1
OPS:

Problem/Erläuterung:
Ein Neugeborenes wurde wegen einer Hypoglykämie stationär aufgenommen. Wegen kurzzeitiger Atempausen im Rahmen des stationären Aufenthaltes erfolgte eine Polysomnografie, die einen Normalbefund ergab. Infolge eingeschränkter Sauerstoffsättigung führte man eine Echokardiografie durch, die ein „persistierendes Foramen ovale im Verschluss“ zeigte. Kann als Nebendiagnose Q21.1 Vorhofseptumdefekt kodiert werden?

Kodierempfehlung:
Da es sich bei einem offenen Foramen ovale bei einem Neugeborenen um einen physiologischen Zustand handelt, dem kein Krankheitswert zukommt, kann weder eine Krankheit angenommen werden noch kann ein abnormer Befund im Sinne der DKR vorliegen. Ein persistierendes Foramen ovale kann nur dann als Nebendiagnose mit Q21.1 verschlüsselt werden, wenn es Krankheitswert besitzt und Anlass zur weiterführenden Diagnostik oder Therapie ist. Dies ist im vorliegenden Fall nicht gegeben.