Kodierempfehlung Nr. 122

Schlagwort: Blasenstein, Belastungsinkontinenz, Stressinkontinenz, TVT, Komplikation
Stand:
Aktualisiert: 2018-01-01
DRG:
ICD: N21.0 N39.47! T83.8
OPS:

Problem/Erläuterung:
Stationäre Aufnahme wegen eines ambulant zystoskopisch festgestellten, wandständigen Blasensteines bei Zustand nach TVT–Implantation (tension free vaginal tape) zwei Jahre zuvor. Die Diagnostik ergibt außerdem das Vorliegen einer Rezidiv-Belastungs-/Stressinkontinenz, der Blasenstein konnte nicht endoskopisch entfernt werden. Er hatte sich an dem partiell ins Blasenlumen verlagerten TVT gebildet. Therapeutisch erfolgte deshalb die Sectio alta mit TVT- und Blasensteinentfernung und eine Suspensionsoperation nach Burch. Was ist die Hauptdiagnose und wie ist sie zu verschlüsseln?

Kodierempfehlung:
Die Einweisung und Aufnahme erfolgte primär zur Entfernung eines wandständigen Blasensteines, der deshalb mit N21.0 Stein in der Harnblase als Hauptdiagnose zu verschlüsseln ist. Als Nebendiagnose kann neben N39.3 Belastungsinkontinenz [Stressinkontinenz] auch T83.8 Sonstige Komplikationen durch Prothesen, Implantate oder Transplantate im Urogenitaltrakt kodiert werden. Für Fälle ab 2010 ist zusätzlich der Kode N39.47! Rezidivinkontinenz zu verschlüsseln. Hinweis: Seit dem Jahr 2012 findet sich T83.8 nicht mehr in der CCL-Matrix.